Beim Bundesnachrichtendienst sind offenbar wichtige Unterlagen zum Fall Murat Kurnaz verschwunden.
Die Protokolle hätten den früheren Guantánamo-Häftling entlastet
Es handelt sich um Protokolle von Vernehmungen des in Deutschland lebenden Türken durch den US-Geheimdienst CIA. Aussagen von BND-Mitarbeitern zufolge entlasten  die im Jahre 2002 gefertigten Protokolle Kurnaz von dem Vorwurf, ein gefährlicher Islamist zu sein oder Beziehungen zu Taliban und Al-Qaida-Aktivisten zu unterhalten, wie die Berliner Zeitung schreibt.
Dem Bericht zufolge war der Verlust der Akten bei der Vernehmung eines BND-Mitarbeiters durch den Untersuchungsausschuss Anfang Februar zur Sprache gekommen. Er sei in einem bislang noch "VS-Vertraulich" eingestuften Ausschussprotokoll dokumentiert, das dem Blatt vorliegt. Demnach habe mindestens einer der drei deutschen Geheimdienstler, die Kurnaz Ende September 2002 in Guantánamo befragten, in Vorbereitung seiner Dienstreise die von den US-Behörden dem BND überlassenen Vernehmungsprotokolle gelesen.
Auf die Frage des Ausschussvorsitzenden Siegfried Kauder (CDU) nach dem Verbleib dieser Protokolle habe ein BND-Beamter, der in einer Art beratenden Funktion an den Ausschusssitzungen teilnimmt, geantwortet, dass der Geheimdienst keine Ahnung habe, wo die Protokolle abgeblieben seien. Wörtlich sagte er: "Was diese Unterlagen anbelangt, muss ich leider selber sagen: Wir wissen nicht, was passiert ist. Die Dienststelle ist zwischendurch von München nach Berlin gezogen und hat in diesem Zuge sehr umfangreich Akten vernichtet. Was mit diesen Unterlagen konkret passiert ist, wissen wir leider nicht."
 und ganz wichtig
Die verschwundenen Protokolle geben demnach Verhöre von Kurnaz wieder, die US-Geheimdienstler zwischen Februar und Sommer 2002 in Guantánamo führten. Es solle sich dabei um mehr als zwei Dutzend Vernehmungsniederschriften handeln. Sie seien von großer Bedeutung für die vom Untersuchungsausschuss zu klärende Frage, welche Erkenntnisse deutschen Geheimdiensten und der Bundesregierung im Herbst 2002 über die angebliche Gefährlichkeit von Kurnaz vorlagen.
Quelle: © ZEIT online, dpa 20.2.2007 - 10:22 Uhr
Mein Kommentar zum Fall:
Diskeretes Arbeiten bei der und nach gemeingefährlichen Personen ist immer gut, denn dann kann man ja immer schön und
Hauptsache unser BND immer schön weiter....
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